taghelle gegend, presse

Angelika Reitzer hat … eine sehr helle, eine gut ausgeleuchtete Prosa vorgelegt … Das Besondere, das Einprägsame an »Taghelle Gegend« aber ist Reitzers Sprache: Sie ist ganz unverkrampft und genau, schnörkellos und sacht überraschend. [ORF Ö1 Ex Libris, Daniela Strigl]

Ein Roman der leisen Nuancen: exzellent! … Reitzers Buch ist ein nachhaltiges Debüt, ein Zeichen des Sieges einer Autorin, die zur Sache und Sprache kommt. Sie bleibt dabei präzise und lässt sich auf keine Umwege ein – ihre Prosa ist eine melodisch-poetische Reise. [Die Presse, Michael Stavaric]

Eine großartige Talentprobe. [Salzburger Nachrichten, Anton Thuswaldner]

Wenn Angelika Reitzer das von Fluchtwegen durchzogene Land zwischen dem monadischen Ich und der gleichgültigen Außenwelt vermisst, dann ist »Taghelle Gegend« groß – und es ist einsichtig, dass die Autorin gerade eben das Hermann-Lenz-Stipendium dafür erhalten hat. [Der Standard, Ewald Schreiber]

… ein verwirrend schönes Gedankenexperiment über die unkontrollierbare Macht der Erinnerung … Aus vielen Bruchstücken malt Reitzer das faszinierende Bild einer Frau am Scheideweg. [BRIGITTE]

In »Taghelle Gegend« kann man erleben, was alles an den Übergängen von Sprache und Bildern passieren kann. Sehr präzise setzt Angelika Reitzer ihre Schnitte und schneidert den Figuren ihre Geschichte(n) auf den Leib.

Angelika Reitzer fängt innen an und die Sprache, zu der sie ihren Figuren verhilft und aus der sie ihren Roman gebaut hat, ist mit Ironie vernäht. Und zwar mit einer so feinen, dass man manche Sätze einfach mehrmals lesen muss, um sie wirklich auszukosten. [Kunstfehler, Ines Schütz]

Es ist die Sprache Angelika Reitzers, die in ihrem Debütroman »Taghelle Gegend« von der ersten Zeile an auffällt. Und ihre Bilder. Schlichte und stille Sprachbilder sind es, die diese Prosa entwickelt, die Beobachtungen sind dem gewöhnlichen Leben abgelauscht. In ihrem Roman bläht Reitzer nichts auf, unterkühlt aber auch nichts. Sie sieht genau hin, phantasiert aber ebenso gerne, beherrscht im Stil die Zartheit ebenso wie die Nüchternheit. [Die Furche, Brigitte Schwens-Harrant]

»Taghelle Gegend« ist ein einnehmendes Prosastück einer Lyrikerin, deren formales und stilistisches Geschick den Leser einlullt in die Waben einer (fast) realen Lebenswirklichkeit; authentisch und gedichtet zugleich. [Tiroler Woche, Bernd Schuchter]

Den Rahmen bildet unsere Gegenwart des 21. Jahrhunderts, und doch kommt eine Stimmung auf, wie wir sie aus Romanen wie »Unterwegs« oder »Die Palette« kennen. Ein literarisches Zeitbild, zugleich eine poetische Skizze, unbestimmt, dabei aber voller konkreter Ereignisse unseres eigenen Lebens. [Bayerischer Rundfunk/Lesezeichen, Rudolf von Bitter]

Ein Roman, der so anfängt, lässt aufhorchen und erregt Aufmerksamkeit. Denn dieser eine, erste Satz knipst gleich helle Lichter an und schafft eine bildhafte Atmosphäre (… ) Es sind kleine, kleinste Begebenheiten, die Angelika Reitzer poetisch auszuleuchten versteht, intim, huschend, die Zeitkonturen auslöschend und dabei messerscharf. [Mittelland-Zeitung, Silvia Hess]

Angelika Reitzers Thema ist frech, nämlich die Gegend mit sonnigem Gemüt auszuleuchten, die Erzählweise ist angenehm, man kann als Leser kurz einmal aus dem Text hinausgehen und dieser wartet wohlerzogen, bis man wieder weiter liest. So also schaut ein moderner Roman aus, der wie einst Aus dem Leben eines Taugenichts das Romantische so ungewöhnlich erzählt, dass es völlig normal wirkt. [Tiroler Gegenwartsliteratur, Helmuth Schönauer]

Sie bedient sich einer Sprache, die keinen Zierrat braucht, um poetisch zu sein. [NOW, Sebastian Fasthuber]

Aber was die junge Frau auszeichnet, ist ihre scharfe (Selbst-)Beobachtungsgabe. Und diese Beobachtungen werden von Angelika Reitzer in starke, ungewöhnliche poetische Bilder umgesetzt. Sie erzählt nicht kontinuierlich, das Buch besteht aus vielen kleinen Prosastücken, aus Miniaturen und Episoden, die der Leser, wenn er möchte, zu einem mehr oder weniger geschlossenen Bild zusammenfügen kann.

Angelika Reitzer schlägt immer wieder einen sehr persönlichen Ton an, der aufhorchen lässt. [APA, Werner Thuswaldner]

Wenn man den Roman von Angelika Reitzer mit einem Vergleich zur Malerei näher charakterisieren wollte, müsste man sagen, dass »Taghelle Gegend« kein Bild, kein »Gemälde« mit einer zentralen Perspektive und einer geschlossenen Komposition der dargestellten Welt ist, sondern dass »Taghelle Gegend« vielmehr eine Nähe zu einer Mappe mit Skizzen hat und dass sich die Autorin der Technik des Pointilismus bedient, in der mittels Auflösung in kleinste Farb-Elemente die Atmosphäre und die Stimmung einzelner Szenarien zum Vorschein gebracht wird. So verschmelzen im Roman kleine Erzählsegmente, kleine Episoden zum Lebensbild von Maria, der Hauptfigur. Diese aneinandergereihten, nur lose verknüpften Erzähleinheiten führen nahe an die Figur heran, manchmal so nahe, bis sie selber zu sprechen beginnt, bis die Erzählerin wie selbstverständlich in die Ich-Form kippt – und gerade daran kann man die Bewegungen und inneren Verwandlungen der Hauptfigur ablesen und mitverfolgen. [Literaturhaus Innsbruck, Christine Riccabona]

Nun, diese Reflexionen sind sehr licht, luzide, leuchtend. [Literatur und Kritik, Ulrike Matzer]